Memory of the World

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Das "Memory of the World" ist ein UNESCO-Programm, das 1992 ins Leben gerufen wurde, um das dokumentarische Erbe der Menschheit zu schützen, zu bewahren und zugänglich zu machen. Ziel des Programms ist es, das Verständnis und Wertschätzung für die Vielfalt und den Reichtum der menschlichen Geschichte zu fördern, sowie den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit bei dessen Schutz und Nutzung.

 

Berlin spielt eine wichtige Rolle im Rahmen des Memory of the World-Programms, indem es zahlreiche bedeutende Dokumente und Sammlungen beherbergt, die für die Geschichte und Kultur Deutschlands und der Welt von unschätzbarem Wert sind. Die Stadt ist ein zentraler Ort für Forschung und Bewahrung, der Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit Zugang zu diesen wichtigen Ressourcen bietet.

Die weltweit einzigartige Sammlung historischer Tonaufnahmen des Berliner Phonogramm-Archivs wurde im Jahre 1999 als erster deutscher Beitrag in die UNESCO-Liste "Memory of the World" aufgenommen.

Gegenwärtig finden sich 496 Dokumente auf dieser Liste.
Deutschland ist mit insgesamt 30 Eintragungen vertreten, davon sind 6 in Berlin zu finden.

 

Älteste Tondokumente traditioneller Musik 1893-1952 (Edison-Zylinder)

 

Originalpartitur von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie

 

Dokumente zum Bau und Fall der Berliner Mauer und der Zwei-Plus-Vier-Vertrag 

 

Das Autograph der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach

 

Das Handexemplar Martin Luthers der Hebräischen Bibelausgabe

 

Plakatdruck der 95 Ablassthesen (Nürnberg, Hieronymus Höltzel, vor Ende 1517)