Trauer um Rosemarie Landgrebe

 

Wir trauern um Rosemarie Landgrebe

Ehrenvorsitzende des Forums der Clubs für die UNESCO in Deutschland

 

Rosemarie Landgrebe ist vor wenigen Tagen nach langer schwerer Krankheit in ihrer Heimatstadt Neuss im 87. Lebensjahr verstorben. Die Mitglieder des Forums der Clubs für die UNESCO in Deutschland aus Aachen, Berlin, Bonn, Joachimsthal, Essen-Kettwig und Kulmbach trauern um ihre Ehrenvorsitzende. 

 

Rosemarie Landgrebe hat sich um den Aufbau und die Weiterentwicklung des Netzwerks der Clubs in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten sehr verdient gemacht hat. Seit Anfang der 90er Jahre bis 2015 hat sie engagiert die Koordination des Forums wahrgenommen und die Arbeit der Clubs vor Ort stets unterstützt. Geprägt von der Erfahrung des Scheiterns des eigenen Clubs in Neuss sah sie einen ihrer wichtigen Aufträge darin, den im Forum vertretenen UNESCO-Akteuren Anregungen und Hilfestellung für eine erfolgreiche Vereinsarbeit zu geben. Sie wirkte auch als wichtiges Bindeglied zur Deutschen UNESCO-Kommission. 

 

Da sie, wie sie es selbst nannte, „vom UNESCO-Virus infiziert war“, setzte sich Rosemarie Landgrebe nachdrücklich dafür ein, das Netzwerk der UNESCO-Clubs in Deutschland nicht nur zu erhalten, sondern auch auszubauen. Das von der Deutschen UNESCO-Kommission beschlossene Moratorium zur Neugründung von Clubs schien ihr dafür kein geeignetes Instrument. Und sie sollte Recht behalten. Trotzdem wirkte sie an der Formulierung der „Qualitätsgrundsätze für die UNESCO-Clubs“ engagiert mit, die auf Veranlassung der Deutschen UNESCO-Kommission mit den Clubs erarbeitet und im Juni 2017 unterzeichnet wurden. 

 

Als Aufgabe ihrer Koordinatorin auf internationaler Ebene sah Rosemarie Landgrebe die Pflege der Beziehungen zum Weltverband WFUCA. Hierzu nahm sie u.a. an Tagungen in Zypern, Ghana, Krakau, Athen, Jekaterinburg und 2000 in Hannover teil und erwarb Anerkennung für die Form der Koordination und Bündelung der Club-Anliegen in Deutschland wie auch für die Arbeit der deutschen Clubs insgesamt.  

 

Aber sie wies auch auf Herausforderungen hin, die mit der grenzübergreifenden „UNESCO-Arbeit“ in verschiedenen Regionen verbunden waren und gemeinsame Zielsetzungen durch mangelnde Kooperation gefährdeten. Als persönliche Erfahrung aus diesen internationalen Treffen zog sie die Erkenntnis, „wenn wir alle dasselbe Spiel spielen wollen, müssen wir dieselben Spielregeln befolgen“. Es gehört zur bitteren Erkenntnis von Rosemarie Landgrebe, dass dies leider nicht immer gegeben war. Sie ließ sich jedoch von derlei Erfahrungen nicht entmutigen, sondern setzte sich unverdrossen für die erfolgreiche Umsetzung der UNESCO-Ziele in den Clubs vor Ort ein.  Deutlich wurde dies auch durch die Organisation und Durchführung erfolgreicher Club-Seminare in Bonn in den Jahren 2002 und 2008.  

 

Rosemarie Landgrebe blieb auch als Ehrenvorsitzende des Forums der Arbeit der Clubs eng verbunden. 1998 wurden ihre Verdienste um die Umsetzung internationaler Herausforderungen in die lokale Arbeit der Clubs vor Ort mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes geehrt.

 

Wir verneigen uns vor der Lebensleistung dieser unermüdlich wirkenden, liebenswürdigen Frau und werden Rosemarie Landgrebe nie vergessen! Möge ihre Seele in Frieden ruhen.

 

Bild zur Meldung: Rosemarie Landgrebe (hinten Mitte) im Aachener Rathaus während des Herbsttreffens der Clubs im Oktober 2025. Foto: UC Aachen

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