In Memoriam Prof. Dr. Marie-Theres Albert (1948 – 2026)
Das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit nimmt Abschied von Marie-Theres Albert.
Sie hat über einen langen Zeitraum hinweg die Arbeit des Berliner Komitees geprägt. Bereits während ihrer Tätigkeit als Lehrstuhlinhaberin an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg wurde sie Mitglied im Berliner Komitee und blieb es bis zu ihrem Tod. Eine ihrer besonderen Begabungen war die stete Verbindung von Theorie und Praxis und ihr nicht nachlassender Wille, aus dem wissenschaftlichen Raum hinaus in die Alltagswelt hinein wirken zu wollen. Dazu gehört auch die Gründung des Institute for Heritage Studies (IHS) nach ihrer Emeritierung.
Wichtig war ihr stets das Beharren auf den grundlegenden Werten der UNESCO, die sie zunehmend gefährdet sah durch ökonomische und politische Einflussnahme oder partikulare Eigeninteressen. In diesem Sinne nahm sie auch über viele Jahre hinweg ihr Mandat als Expertin im bundesweiten Fachkomitee Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission engagiert wahr.
Dieser Bezug zu den interkulturellen Werthaltungen wurde gerade auch in ihrem letzten Beitrag „Welterbe und Immaterielles Erbe – Was verbindet und was unterscheidet es?“ sehr deutlich, den sie anlässlich des 20ten Jahrestags der Verabschiedung der Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes vorgetragen und dann auch in der Dokumentation des Berlin Symposions veröffentlicht hat.
Marie-Theres hat Schriften und Veranstaltungen des Berliner Komitees stets aktiv unterstützt. Sie hat in das von ihr gegründete Heritage Institut zu Gesprächsrunden eingeladen und Raum für Diskussionen gegeben.
Wir verdanken ihr viel und werden uns bemühen, in ihrem Sinne weiter zu arbeiten.
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